Filteranlagen verlieren schleichend an Leistung
Kiesfilter, Mehrschichtfilter, Enteisenungs- und Entmanganungsanlagen arbeiten mit einem Filterbett, das Partikel und ausgefällte Metalloxide zurückhält und bei jeder Rückspülung wieder frei gespült wird. Mit den Jahren verändert sich dieses Bett: Das Filtermaterial verbackt oder bildet Kanäle, Körnungen werden abgerieben und ausgetragen, Filterdüsen im Düsenboden setzen sich zu. Die Folge ist ein steigender Differenzdruck, eine unvollständige Rückspülung – und Wasser, das die geforderten Werte nicht mehr erreicht.
Wir warten, prüfen und sanieren Filteranlagen im gewerblichen und privaten Bereich – herstellerunabhängig, nach Herstellervorgaben und mit vollständiger Dokumentation.
Unsere Leistungen für Filteranlagen
Wartung & Inspektion
Kontrolle von Steuerventil, Rückspülprogramm, Spülwassermenge, Belüftung bzw. Oxidation, Druckverlust und Filtratqualität – mit Maßnahmenkatalog, wenn die Leistung nachlässt.
Filtermaterialwechsel
Ausbau des verbrauchten Filterbetts, Reinigung des Behälters, Tausch von Düsen und Dichtungen, Neubefüllung in der richtigen Schichtung und Körnung.
Enteisenung & Entmanganung
Optimierung von Sauerstoffeintrag, pH-Wert und Kontaktzeit, damit Eisen und Mangan zuverlässig oxidiert und im Filter zurückgehalten werden.
Entnitratisierung
Service für Anionenaustauscher zur Nitratentfernung: Harzprüfung, Regenerationseinstellung und Harzwechsel.
So läuft ein Filtermaterialwechsel ab
- BestandsaufnahmeWir erfassen Filtertyp, Behältergröße, Filtermaterial, Rückspülprogramm und – wenn vorhanden – aktuelle Wasseranalysen.
- AusbauDas alte Filtermaterial wird abgesaugt und fachgerecht entsorgt; Behälter und Düsenboden werden gereinigt und auf Beschädigungen geprüft.
- NeubefüllungStützschicht und Filtermaterial werden in der vom Hersteller vorgesehenen Körnung und Schichthöhe eingebracht – etwa Quarzkies, Hydroanthrazit oder katalytisches Material für die Entmanganung.
- EinfahrenErstspülung, Einstellung der Rückspülzeiten und Kontrolle der Filtratwerte, bis die Anlage stabil läuft.
- ProtokollSie erhalten ein Protokoll mit verwendetem Material, Einstellwerten und Messergebnissen.
Grenzwerte, an denen sich eine Filteranlage messen lassen muss
| Parameter | Grenzwert TrinkwV | Typische Aufbereitung |
|---|---|---|
| Eisen | 0,2 mg/l | Belüftung / Oxidation + Filtration |
| Mangan | 0,05 mg/l | Oxidation, katalytisches Filtermaterial, ausreichender pH-Wert |
| Nitrat | 50 mg/l | Anionenaustauscher (Entnitratisierung) |
| Trübung / Partikel | 1,0 NTU (Ausgang Wasserwerk) | Kies- bzw. Mehrschichtfilter, Feinfilter |
Praxis-Hinweis: Mangan wird deutlich langsamer oxidiert als Eisen. Läuft eine Anlage mit zu niedrigem pH-Wert oder zu kurzer Kontaktzeit, gelangt Mangan in das Netz und lagert sich dort als schwarzer Belag ab. Bei unklaren Werten prüfen wir deshalb immer die gesamte Prozesskette – nicht nur das Filtermaterial.
Wann sollte das Filtermaterial gewechselt werden?
- Der Druckverlust über den Filter steigt, obwohl regelmäßig rückgespült wird.
- Eisen- oder Manganwerte im Filtrat steigen, das Wasser wird trüb oder färbt sich bräunlich.
- Bei der Rückspülung wird Filtermaterial ausgetragen, oder die Schichthöhe hat sich sichtbar verringert.
- Das Filterbett ist verbacken und lässt sich bei der Rückspülung nicht mehr auflockern.
Sie betreiben einen eigenen Brunnen? Dann lohnt sich ein Blick auf unsere Seite Brunnenwasseraufbereitung – dort erklären wir, wie aus Rohwasser mit Eisen, Mangan oder Keimen Trinkwasser wird.
Für wen wir diese Leistung erbringen
Filteranlagen, Enteisenung und Entmanganung betreuen wir vor allem für Landwirtschaft und Eigenwasserversorgungen, für Industrie und Produktion sowie als Voraufbereitung in Praxen und Laboren.
